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Ein Meister der Schlüsselloch-Technik
Ein Meister der Schlüsselloch-Technik
Dr. Thomas Hoppe ist der neue Chefarzt der Chirurgie in der Elisabeth-Stiftung - Der Nachfolger von Dr. Dieter Kessler ist passionierter Radsportler
| Nahe Zeitung Nr.239 - Mittwoch, 13. Oktober 2004 |
Auf das Know-how des neuen Chefarztes der Chirurgie, Dr. Thomas Hoppe, bei gewebeschonenden Operationen mit "Schlüsselloch-Techniken" baut die Birkenfelder Elisabeth-Stiftung.
BIRKENFELD. Im Umbruch befindet sich das Krankenhaus der Elisabeth-Stiftung: Neben Millionen-Investitionen und Neuheiten wie der "elektronischen Patientenakte" stand ein Wechsel an der Spitze der Abteilung Chirurgie an. Anfang Oktober trat Dr. Thomas Hoppe die Nachfolge von Dr. Dieter Kessler an, der die Altersgrenze erreicht hat. Der neue Chefarzt will sich nicht damit zufrieden geben, das Bestehende zu erhalten, sondern setzt schon eigene Akzente.
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"Alles in einer Person"
Wegen der hohen Anforderungen hatte sich Dr. Wolfgang Schneider darauf eingestellt, "Abstriche zu machen, aber wir haben alles in einer Person gefunden", schwärmt der Geschäftsführende Vorstand: Aus der Reihe hoch qualifizierter Bewerber ragte Dr. Thomas Hoppe heraus. Seltenheitswert habe, dass dieser sowohl in der Bauch- als auch in der Unfallchirurgie über Spezialausbildungen und einen großen Erfahrungsschatz verfügt. Weitere Kriterien waren die Zulassung für berufsgenossenschaftliche Behandlungen, Innovations- und Teamfähigkeit. "Kommandostil liegt mir nicht", bekundete der 49-Jährige: "Wer heute Hochleistungsmedizin betreibt, braucht ein gutes Team." Als "Erfüllung eines lang beschrittenen Wegs" betrachtet er seine Funktion als Chefarzt und die in Birkenfeld geforderte Vielseitigkeit. Verstärkt will er maximal-schonende "Schlüsselloch-Chirurgie" anbieten: laparoskopische Bauch- und arthroskopische Gelenkoperationen. Diese Spezialgebiete entwickelte er in seiner langjährigen Tätigkeit am II. Chirurgischen Lehrstuhl der Universität zu Köln - zuletzt als Oberarzt - mit. Neue Geräte, die diese Methode unterstützen, wurden im Vorfeld angeschafft - ebenso wie moderne Technik für Schilddrüsenoperationen.
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Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Sporttraumatologie: Der frühere Südwestdeutsche Meister im Jahn-Neunkampf, der mit seinem Heimatverein TV Limbach in der 2. Bundesliga turnte, kennt auch die Perspektive des Wettkämpfers. Jedoch fühlt er sich keineswegs als Hansdampf in allen Gassen: "Herzchirurgie ist nicht mein Metier."
Er schätzt die gute Luft
In Trier geboren und in Limbach bei Homburg aufgewachsen, studierte der passionierte Rennradfahrer Physik und Sport, wandte sich nach der Zwischenprüfung aber der Medizin zu: "Ich komme aus einer Lehrerfamilie und merkte, dass meine Interessen woanders liegen, als die Tradition fortzusetzen." 1984 schloss er sein Studium mit der Approbation ab. An der Universität des Saarlandes promovierte er in experimenteller Chirurgie mit dem Prädikat "magna cum laude". Als "Riesengewinn" bewertet der Liebhaber klassischer Musik und moderner Kunst, nach 18 Jahren in Köln die gute Luft im Hochwald zu atmen: "Hier gibt es wunderbare Erholungsmöglichkeiten." Zumal seine Frau aus Wadern stammt, fühlt er sich mit der Region verbunden - und es fiel ihm leicht, den "dringlichen Wunsch" des Verwaltungsrates zu erfüllen, wie es Vorsitzender Wolfgang Hey formuliert, und sofort nach Birkenfeld überzusiedeln. "Früher fuhren Patienten aus unserer Gegend zu ihm nach Köln, jetzt ist er hier", freut sich der ehemalige Landrat, der das Krankenhaus mit dem "exzellent ausgebildeten" Chefarzt im großen wirtschaftlichen Verbund der Stiftung gut aufgestellt sieht. (ks)
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