Elisabeth-Stiftung

Fachpraktische Ausbildung und häufig gestellte Fragen

Während der Ausbildung finden 4 fachpraktische Ausbildungsblöcke von 9 – 12 Wochen statt. Sie müssen in folgenden Bereichen abgeleistet werden:

  • Psychiatrie
  • Arbeitstherapie
  • Motorisch-funktionell
  • Wahlbereich: z.B. Pädiatrie, Geriatrie, o.a.

Häufig gestellte Fragen zur fachpraktischen Ausbildung

1. Wer wählt die Plätze für die praktische Ausbildung aus und nach welchen Kriterien?

Die Plätze für die praktische Ausbildung werden von der Ausbildungsleitung zusammen mit dem entsprechenden Ergotherapie-Fachlehrer (Bereiche Arbeitstherapie, motorisch-funktioneller Bereich, Psychiatrie, Geriatrie, Pädiatrie) ausgewählt.
Auswahlkriterien:

  • Sind Ergotherapeuten in der Institution) (Ausnahme Arbeitstherapie)
  • Bereitschaft der Institution, Vertragsabschluss (Kooperationsvertrag)
  • Fachliche Qualifikation der Anleiter
  • Das Fachgebiet entspricht den Vorstellungen und Erwartungen der Schule
  • Sichtstunden-/Lehrprobenabnahme sind gewährleistet
  • Genügend Ergotherapiestellen mit der Möglichkeit das Examen in angewandter Ergotherapie abzulegen

2. Von wem (Qualifikation) werden die Schüler in den einzelnen Abschnitten der praktischen Ausbildung angeleitet und welche beruflichen Vorerfahrungen können die Praxisanleiter in dem Fachgebiet nachweisen?

An den praktischen Ausbildungsstellen arbeiten Ergotherapeuten als Anleiter, die schon über 2 Jahre in ihrem Fachbereich tätig sind und sich in ihrem Bereich laufend fortbilden.
Neben einigen neuen Stellen verfügt die Schule mittlerweile über eine große Zahl von Praktikumsstellen, an denen schon seit vielen Jahren unsere Schüler ausgebildet werden. Auch die Anleiter sind z.T. schon sehr lange dort beschäftigt und verfügen über einen großen Erfahrungsschatz in der Anleitung von Schülern. Leitlinien, Vorgehensweisen und Wünsche unserer Schule sind den Anleitern bekannt.

3. Durch welche Maßnahme wird an der Praxisstelle eine systematische Hinführung zum selbstständigen Arbeiten gewährleistet?

In der Einführungsphase begleiten die Schüler die Anleiter, beobachten und führen bestimmte Aufgaben aus, die die Anleiter an die Schüler geben. Die Schüler sind hier bei den Behandlungen der Anleiter dabei und beobachten frei und gezielt. Hier lernen die Schüler die Institution kennen, die Ergotherapie-Abteilung und ihre Arbeitsweisen und Konzepte.
In der zweiten Phase behandeln die Schüler Patienten unter Anleitung und Beobachtung der Anleiter. Die Schüler sind weiterhin bei Behandlungen der Anleiter dabei und verbessern ihre Beobachtung.
Die eigenen Behandlungsanteile werden reflektiert.
Die Behandlungsmethoden der Abteilung können hier weiter erprobt werden. Bestimmte Aufgaben, wie Methodenanalysen, Arbeitsplatzadaptionen werden ausgeführt und dokumentiert.
In der dritten Phase behandeln Schüler eigenständig Patienten, wobei die Anleiter weiterhin die fachliche Aufsicht behalten. Die Schüler führen je nach Stelle Einzeltherapien oder Gruppentherapien selbstständig durch. Sie planen die eigenen Behandlungseinheiten, führen Befunderhebungen durch, erstellen Behandlungsziele, dokumentieren ihre Behandlungen und reflektieren ihre Arbeit.

4. Inwiefern nimmt die Ausbildungsstätte ihre Verantwortung wahr und beobachtet die Lernfortschritte in einem Abschnitt der praktischen Ausbildung selbst durch eine Lehrkraft und in welchen Abständen?

Die betreuenden Fachlehrer führen je zwei Besuche an den Ausbildungsstellen durch.
Der zweite Besuch wird für eine benotete Sichtstunde genutzt. Die Sichtstunden werden reflektiert und beurteilt. Dabei erfolgt die Beurteilung durch den Anleiter und die betreuende Lehrkraft.
Bei Problemen wird eine erneute, benotete Sichtstunde durchgeführt. Institutionsbericht, Lehrprobenberichte und Abschlussbericht werden vorgelegt und besprochen.

5. Welche Maßnahmen führen Sie im Rahmen der Qualitätsverbesserung bezogen auf die praktische Ausbildung bereits durch, bzw. welche nächsten Schritte sollen eingeleitet werden?

Regelmäßige Besprechungen mit den Anleitern und ein Austausch über neue Entwicklungen gehören selbstverständlich zu den Aufgaben der Fachlehrer. Jährliche Anleitertreffen und damit gekoppelte Fortbildungen finden statt.